Aufgabenstellung der kath. Spitalseelsorgenden gemäss Konzeptflichtenheft 2011

AUFGABENSTELLUNG der kath. Spitalseelsorgenden gemäss Konzeptflichtenheft 2011:

- Stufengemässe Umsetzung von Konzept und Leitbild für die Katholische   Seelsorge in den Spitälern/Kliniken/Pflegezentren im Kanton Zürich unter   besonderer Berücksichtigung der diakonischen „Option für die Schwächsten“, je   nach Situation und institutionellem Kontext

1  HAUPTAUFGABEN   in der integrierten Spital- und Klinikseelsorge:

1a  Seelsorge als   professionelle spirituell-religiöse Begegnung, Begleitung und Beratung von   kath. Patientinnen/Patienten und Angehörigen („Spiritual Care“ und „Religious   Care“)

- Begrüssung und erstes Gespräch mit gemeldeten katholischen   Patientinnen/Patienten (gemäss Zürcher-kantonalem   Patientengesetz 2005, § 9.1: „Die Patientinnen und Patienten haben das Recht,   sich durch die eigene Seelsorgerin oder den eigenen Seelsorger betreuen zu   lassen. Die Spitalseelsorge kann die Patientinnen und Patienten   unaufgefordert besuchen.“) sowie Visite der zugeteilten Stationen nach   Möglichkeit innerhalb einer Woche, unter Berücksichtigung der notwendigen   Prioritätensetzung

- Präsenz in Krisensituationen, im Sterben, nach einem Todesfall oder in   anderen Situationen, interprofessionelle Zusammenarbeit in Palliative Care

1b  Seelsorge   als professionelle spirituell-religiöse Begegnung, Begleitung und Beratung von   nichtkath. Patientinnen/Patienten und Angehörigen („Spiritual Care“ und   „Religious Care“)

- auf Wunsch   und nach Möglichkeit (konfessions- und    religionsunabhängiges Angebot) mit   nichtkatholischen Patientinnen/Patienten und Angehörigen

- Präsenz in Krisensituationen, im Sterben, nach einem Todesfall oder in   anderen Situationen, interprofessionelle Zusammenarbeit in Palliative Care

1c  Sakramente   und Sakramentalien

- Gebet, Segnung, Kommunion, Nottaufe, (Vermittlung von) Krankensalbung,   Beichte/Versöhnung

1d Gottesdienste   und Feiern

- Eucharistiefeier, Wortgottesdienst mit Kommunionfeier, ökumenischer   Wortgottesdienst, Andacht, Meditation etc.

- Nach Möglichkeit Mitgestaltung von Spital- und Stationsfeiern   (Abschied, Advent, Weihnachten etc.)

1e Allgemeiner Pikettdienst (im Rahmen der vom kantonalen Nacht- und Wochenend-Priesterpikett nicht abgedeckten   Zeiten)

- Verfügbarkeit innert 60 Minuten

- Subsidiäre Organisation der Erreichbarkeit

1f Spitalinterne interprofessionelle Zusammenarbeit

- Austausch, Teilnahme an Sitzungen, Konventen, Besprechungen, Rapporten,   Tagungen, Mitarbeit in spitalinternen Institutionen, Arbeitsgruppen,   Kommissionen, Komitees, Moderation von Foren, Mitwirkung in Care Teams etc.


 1g  Ökumenische   Zusammenarbeit gemäss Spitalseelsorgekonzept

- je nach Möglichkeiten vor Ort, unter Berücksichtigung des kath.   Seelsorgeauftrags

1h  Seelsorge als   professionelle spirituell-religiöse Begegnung, Begleitung und Beratung des   Spitalpersonals

- auf Wunsch   und nach Möglichkeit (konfessions- und religionsunabhängiges Angebot)

1i    Dienststelleninterne Spitalseelsorgezusammenarbeit

- Kollegiale   Vernetzung und Unterstützung, Teilnahme   und Mitwirkung an Spitalseelsorgeteams, Konventen, Besprechungen, Projekt-   und Arbeitsgruppen, Weiterbildungen 

1j  Begleitung von Freiwilligen

-            Gespräche, Kontakte, Aus- und Weiterbildung

-            Intervision, Supervision 

1k  Aus- und Weiterbildung (Dienstleistung der   Spitalseelsorge)

- Schulung von Freiwilligen und/oder des Spitalpersonals

- Teilnahme an Podiumsgesprächen, Diskussionen, spitalinternen   Weiterbildungen

2  SPEZIALAUFGABEN:

2a Öffentlichkeitsarbeit

- Kontakte zu Medien nach Rücksprache mit dem/der Linienvorgesetzten

- Halten von Referaten

- Erarbeiten von Prospekten, Intranet, spitalinterne PR

- Kircheninterne Kommunikation der Spitalseelsorge  als diakonische „Geh-hin-Kirche“ gemäss den   Pastoralplänen der Katholischen Kirche im Kanton Zürich (z.B. Mitgestaltung  von besonderen Pfarreigottesdiensten, Beiträge auf Pfarreiseiten etc.)

2b Administration

- Spitalinterne Administration

- Einsatz und Präsenzpläne von Freiwilligen

- Administration gemäss Vorgaben der Dienststellenleitung

2c  Kontakte

- Regelmässige Kontakte mit der Pflegedienstleitung, den Verantwortlichen   des ärztlichen Dienstes und der Ansprechperson der Spital-/Klinikleitung

- Auf Wunsch der Patientin/des Patienten Kontakt mit ihrer/seiner   Ortspfarrei

- Nach Möglichkeit Vorstellung der Spitalseelsorge bei neueintretendem   Personal (Einführungstag)

2d Information

- Bei ausserordentlichen Ereignissen ist die/der Vorgesetzte zu informieren

- Bei wichtigen und nachhaltigen Entscheidungen ist die/der Vorgesetzte   im Voraus zu konsultieren

- Reporting (Monatsberichte) gemäss Vorgaben der Dienststellenleitung