Strategie Palliative Care

"Pro Palliative Care" – Palliative Care Strategie der Katholischen Kirche im Kanton Zürich

Geleitwort des Generalvikars

Papst Franziskus wird nicht müde, uns in eindrücklichen Worten und Taten zum Engagement für die Armen, Kranken und Schwächsten zu ermutigen, treu dem Liebesgebot Jesu Christi:
"Was ihr für einen meiner geringsten [Schwestern und] Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25,40).

Dies ist die Beschreibung

Kranke, Leidende und Sterbende ganzheitlich zu umsorgen und zu begleiten, gehört seit mehr als 2‘000 Jahren zu den Werken der Barmherzigkeit und hat unsere abendländische Kultur geprägt und durchdrungen. Auf ihr gründet unsere hochprofessionelle Gesundheitsversorgung.

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich sieht in der Palliative Care-Bewegung, die zunehmend in Netzwerken und interprofessionellen Care Teams in und ausserhalb der Spitäler geschieht, ein positives Zeichen der Zeit. Mit Überzeugung engagieren wir uns deshalb gemeinsam mit unserer reformierten Schwesterkirche für Palliative Care und bringen unsere spezifischen Beiträge und das Knowhow der Seelsorge und Freiwilligenarbeit im Netzwerk palliative zh+sh und auf allen Ebenen ein.

Der wichtige pastorale Schwerpunkt Palliative Care ist eine Realisierung der diakonischen „Geh-hin- Kirche“ der Pastoralpläne der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. In diesem Bereich können die Pfarreien von der Fachkompetenz der Spital- und Klinikseelsorge und ihrem Knowhow der vernetzten und integrierten professionellen Zusammenarbeit profitieren.

In der Palliative Care-Begleitung können wir gegenseitig viel voneinander lernen: von den Sterbenden, den Angehörigen, den Freiwilligen, den Ärzten und Pflegenden, den Seelsorgenden, den psychosozialen Diensten. Auf universitärer Ebene soll dieses Lernen durch eine Professur Spiritual Care an der Universität Zürich gestärkt werden.

Bei der Umsetzung der vorliegenden Palliative Care Strategie ist das bewährte katholische Subsidiaritätsprinzip wichtig. Jede und jeder ist in seinem konkreten Umfeld und Verantwortungs- bereich gefordert: Professionelle, Freiwillige, Angehörige. Alle tun dies mit den Schwerkranken und Sterbenden zusammen, welche die Begleitenden oft mit ihrem eindrücklichen Glaubens- und Lebenszeugnis beschenken und ermutigen. In all diesen Begegnungen und Begleitungen geschieht explizit und implizit christlicher Glaube und wahre Christusbegegnung.
Ich danke allen für das vernetzte Engagement in und für Palliative Care, das wir gemeinsam mit allen Menschen guten Willens im Kanton Zürich noch vertiefen und stärken möchten.
Als gläubige Christinnen und Christen dürfen wir dies im Vertrauen tun, dass ER, der Leiden, Sterben und Tod überwunden hat, uns in allem trägt und uns mit dem letzten Pallium, der barmherzigen Liebe Gottes, umhüllen wird.

Dr. Josef Annen, Generalvikar; Ostern 2014 

Broschüre "Pro Palliative Care" (4.2 MB) 

Professur ad personam für Spiritual Care an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich

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