Weiterbildung und Forschung

Die ökumenische Spitalseelsorgetagung 2010 im Kanton Zürich wird sich mit "Palliative Care. Eine Herausforderung für die Spitalseelsorge" befassen. Die Tagung wird am 16. März 2010 stattfinden.

 Interessierte melden sich bei: spitalseelsorge@zh.kath.ch

Nationale Strategie:

3. Die Qualität der palliativen Leistungen soll professionellen Standards entsprechen

Die WHO fordert die Entscheidungsträgerinnen und -träger im Bereich der Bildung auf, sicherzustellen, dass Palliative Care ein wichtiger Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung der Medizin, Pflege, Sozialarbeit, Seelsorge und anderen Gesundheitsberufen wird. Politische Entscheidungsträgerinnen und -träger müssten die Entwicklung von Palliative-Care-Kompetenzen bei allen beteiligten Berufsgruppen fördern.

 

6. Palliative Care in der Schweiz: Ist-Situation und Lücken

Da Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen wie Medizin, Pflege, Public Health, soziale Arbeit, Seelsorge etc. vermittelt werden müssen, ist es nicht möglich, den Palliativbereich allein einer Profession zuzuordnen. Wo es notwendig ist und besser zum Ziel führt, sollen deshalb interdisziplinäre und interprofessionelle Lerneinheiten empfohlen werden.“

Ausbildung: Grundlagen existieren, Umsetzung jedoch unterschiedlich

Seelsorge: Mit der klinischen Seelsorge-Ausbildung [CPT] existiert hier eine gute Grundlage.

Grundausbildung der Spital- und Klinikseelsorgenden:

Seelsorgerinnen/Seelsorger in den Spitälern, Kliniken und Pflegezentren haben anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen. Sie unterstützen und begleiten Patientinnen/Patienten, sind Ansprechpersonen für Angehörige und Personal, beraten und fördern Freiwillige bei ihrer Tätigkeit, übernehmen administrative Arbeiten und sind zuständig für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit in Gesellschaft, Kirche und den Institutionen.

-      Theologiestudium auf einem anerkannten Bildungsweg oder gleichwertige Aus­bildung

-      mindestens 2 Jahre praktische Erfahrung in der Pfarrei-Seelsorge

-      Fachspezifische Ausbildung z.B. in Clinical Pastoral Training (CPT)

-      nach Möglichkeit Pflegepraktikum

Die Weiterbildung lässt sich gemäss ihrer Hauptfunktionen in zwei Bereiche aufteilen:

Persönliche Qualifizierung

Darunter fällt einerseits der Erwerb zeitgemässer Kompetenzen aus den Bereichen

-      Spiritualität

-      Arbeitsorganisation

-      Teamentwicklung und Interaktionsmanagement

-      Personalwesen

andererseits beinhaltet dieser Bereich auch Angebote

-      zur Reflexion der Arbeit im Team

-      zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch, um möglichst viele der Aufgabenfelder ab­zudecken und die Kommunikation über die jeweils anderen Arbeitsbereiche zu gewährleisten

-      zur Supervision der eigenen Tätigkeit unter qualifizierter Leitung

Fachliche (berufliche) Qualifizierung

Dazu zählen zeitgemässe Kompetenzen aus den Bereichen

-      Theologie

-      Medizin

-      Ethik

-      Psychologie

-      Gesprächsführung