Medizin & Seele

Weihnachtsgruss Weihnachten - tröstet und schenkt Mut.

Diakon, Lic. Theol.
Josef Sowinski
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Bald werden wir Weihnacht feiern. Schon die Zeit des Advents ist von unzähligen Lichtern geprägt. Sie sollen nicht nur unseren Alltag erhellen, sondern ganz besonders auf denjenigen hinweisen, der uns als Licht der Welt erschienen ist.
23.12.2021

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Die Pandemie hat unser Leben verändert, uns neue Denkanstösse, aber auch neue Ängste und neue Fragen ausgelöst. Wir alle sind Corona-müde

Und es trifft uns alle. In dieser dunklen Zeit, in der wir Antworten auf viele Fragen suchen, sehnen wir uns nach Licht, das unser Leben erhellt und uns Trost und Ermutigung bringt.

Bald werden wir Weihnacht feiern. Schon die Zeit des Advents ist von unzähligen Lichtern geprägt. Sie sollen nicht nur unseren Alltag erhellen, sondern ganz besonders auf denjenigen hinweisen, der uns als Licht der Welt erschienen ist. Er hat neue Massstäbe und Einstellungen in diese Welt gebracht und erinnert, wie unser Leben hell werden und gelingen kann.

Die Botschaft von Weihnachten, von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, fordert uns immer neu heraus, unsere Welt durchsichtig, klar und hell werden zu lassen. Sie bringt das Licht des Friedens, das Versöhnung in die Welt trägt. Sie bringt das Licht der Gerechtigkeit, der Würde, des Wertes, der Anerkennung eines jeden Menschen und der ganzen Schöpfung. Dieses Licht hilft uns, trennende Grenzen zu überwinden und neue Wege zu finden.

Weihnachten ist ein christliches Fest. Aber unsere Welt, unser nahes Umfeld, ist internationaler, bunter und religiös vielfältiger geworden. Das ist kein Manko, sondern eine Bereicherung, die uns herausfordert, dieses Licht, das uns erhellt und erleuchtet, ja uns prägt, überzeugend in die Welt zu tragen und darin zu leben.

Dieses Licht symbolisieren Kerzen. Sie sind wie wir Menschen. Sie brennen nicht unendlich, sondern nur eine ihnen bestimmte Zeit, um dann zu verlöschen. So macht dieses Licht, das wir kennen, unsere Endlichkeit deutlich. Anderseits macht dieses verlöschende Licht den Weg frei für ein neues Licht, das in anderer Form in diese Welt hineinleuchtet. Beide Lichter sind wichtig in ihrer Zeit. Das eine, das geleuchtet hat, und das andere, das Leuchten wird, um andere Formen und Zustände zu erhellen.

Weihnachten fordert uns heraus, immer wieder den Ruf der Zeit zu hören und neu zu überlegen, ob wir unseren Weg durch dieses Licht erhellen lassen.

Weihnachten hinterfragt, ob wir offen sind für die aktuellen Sorgen und Nöte der Menschen oder ob wir alles beim Alten lassen wollen.

Durch uns, unser Handeln, unsere Einstellungen und Bereitschaft zu einem neuen Weg, soll es hell werden unter uns. Das ist der Trost und die Ermutigung, die uns das kommende Fest schenken wird.

Gehen wir gemeinsam diesen Weg, damit WEIHNACHT werden kann!